Fortune’s Always Hiding …

Früh übt sich, was ein echtes englisches Nationalteam werden will
Bekanntlich scheidet Englands Nationalmannschaft mit schöner Regelmäßigkeit nach unglücklich verlorenem Elferschießen aus internationalen Bewerben aus, zuletzt bei der WM in Deutschland gegen Portugal (0:0, 1:3 i.E.).
Nun hat auch das englische U21-Team diese schwarze Serie bei Großereignissen fortgesetzt: Die Engländer führten gestern bei der U21-EM in Holland gegen den Gastgeber durch ein Tor von Reading-Stürmer Leroy Lita (39.) bis zur 89. Minute mit 1:0. In der vorletzten Minute mussten sie aber noch den Ausgleich hinnehmen (Maceo Rigters mit einem Fallrückzieher aus kurzer Distanz, 89.). Was dann folgte, war zuerst eine Verlängerung, in der für England nur mehr 9 Spieler auf dem Platz standen, die noch fit waren (Taylor und Onuoha waren verletzt, das Austauschkontigent bereits ausgeschöpft). Dennoch hielten die tapferen Engländer das 1:1, nur um dann in einem Elferschießen von wahrhaft epischen Dimensionen wieder zu unterliegen:
Die Entscheidung fiel erst nach dem 32. Schuss. Mehrere Schützen mussten doppelt antreten, Schiedsrichter Knut Kircher (D) beorderte entsprechend dem Reglement auch Englands verletzten Abwehrspieler Steven Taylor, der humpelnd verwandelte, zum Punkt. West Ham-Mittelfeld-Rookie Mark Noble konnte zweimal verwerten, U21-Teamkapitän Nigel Reo-Cokers Elfer wurde hingegen gehalten.
Der letzte Schütze für England war schließlich West Ham-Back Anton Ferdinand, der jüngere Bruder von ManU-Verteidiger Rio. Er konnte gestern seinen ersten Elfer verwerten, hat aber im Vorjahr für West Ham beim FA Cupfinale gegen Liverpool (3:3, 1:3 i.E.) den letzten Elfer verschossen. Und es kam wie es kommen musste: Ferdinand traf für England nur die Latte, und Gianni Zuiverloon konnte mit dem 32. Elfer die Entscheidung in diesem shoot-out für die Hausherren herbeiführen.
Stuart Pearce, der Trainer von England U21 ist übrigens als Spieler mit der englischen Nationalmannschaft bereits zweimal in einem Semifinale im Elferschießen gescheitert: bei der WM 1990 (gegen Deutschland) und bei der EURO 1996 (ebenfalls gegen Deutschland).
Das waren aber beileibe nicht die einzigen “unlucky shoot-outs” für die englischen “spot kick heroes”: weitere Niederlagen im gefürchteten Elferschießen erlitt England bei der EURO 2004 (Halbfinale gegen Portugal) und bei den WM-Endrunden 1998 (Achtelfinale gegen Argentinien) und 2006 (Viertelfinale gegen Portugal).
England und das Elferschießen: eine Tragödie in Fortsetzungen!

Holland U21 – England U21 1:1 (0:0); 13:12 n.E.
Holland: 1 Boy Waterman, 2 Gianni Zuiverloon, 3 Ron Vlaar (c) (4 Arnold Kruiswijk, 66), 5 Erik Pieters (20 Tim Janssen 76), 6 Hedwiges Maduro, 8 Royston Drenthe, 9 Ryan Babel, 11 Daniël de Ridder, 13 Maceo Rigters, 18 Ryan Donk, 22 Otman Bakkal (14 Roy Beerens, 58)Subs not used 22 Otman Bakkal 16 Kenneth Vermeer, 23 Tim Krul, 19 Calvin Jong-A-Pin, 21 Frank van der Struijk, 12 Luigi Bruins, 17 Haris Medunjanin, 7 Julian Jenner, 15 Robbert Schilder.
Coach Foppe de Haan
England: 1 Scott Carson, 2 Justin Hoyte, 3 Leighton Baines (14 Liam Rosenior, 46), 4 Steven Taylor, 7 Nigel Reo-Coker (c), 10 David Nugent (19 Matthew Derbyshire, 78), 11 Ashley Young, 15 James Milner, 16 Leroy Lita (5 Anton Ferdinand, 87), 18 Mark Noble, 20 Nedum OnuohaSubs not used 6 Gary Cahill, 9 Kieran Richardson, 12 Wayne Routledge, 13 Joe Hart, 21 James Vaughan, 22 Ben Alnwick, 23 Peter Whittingham.
Coach Stuart Pearce
Tore: Leroy Lita 39, Maceo Rigters 89
Referee: Knut Kircher (Rottenburg).

Alle Elfer hier (BBC-Sport).

Und das sagte England U21-Coach Stuart Pearce:
“We battled against injury, emotion, yellow cards and a late equaliser. I’ve never seen a braver display by an England side. I’ve told them it’s the proudest night of my career. Representing my country brings out a lot of emotion in me as a person, but that aside this was unbelievable.
“I’ve lost near enough both centre halfs and Taylor’s attitude to carrying on was unbelievable.
“Onuoha couldn’t finish the game and we had one or two players who got booked and knew they were going to miss the Final but still slogged away.”
“The 22-man squad was absolutely outstanding.
“I’m distraught for them to be honest with you. They put so much effort and emotion into this tournament.
“We practiced penalties and that took us into a double-figures penalty shoot-out. It’s unbelievable.
“We felt as though we have done everything right. I can only be proud of the players, they were sensational. And my report to the full England manager will reflect their attitude towards playing for their country.”

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