Anderlecht: Prominent, aber nicht unschlagbar

“Royal Sporting Club Anderlecht”, zu deutsch “Königlicher Sportklub Anderlecht”, verfügt laut Sportnet über einen ausgeglichenen Kader, aus dem einige wenige Spieler herausstechen.
So finden sich im Mittelfeld die Bundesliga-erprobten Jan Polak (Nürnberg) und Bart Goor (Hertha BSC) wieder. Im Sturm sorgt seit 2004 der belgische Nationalspieler Mbo Mpenza, Bruder des ehemaligen Schalke und HSV-Goalgetters Emile Mpenza, für die nötigen Tore.
In der Vergangenheit waren die “Königlichen” aus Anderlecht auch immer wieder Anlaufstelle für Stars von Morgen. So kickten unter anderem Arie Haan, Pär Zetterberg oder Jan Koller beim belgischen Traditionsklub.
Über vergangene Erfolge von Anderlecht hat der RAPIDHAMMER schon berichtet.
Und wie ging es Anderlecht bei deren vier Champions League-Teilnahmen in den letzten Jahren?
2000/2001 besiegte Anderlecht den FC Porto in der dritten Qualifikationsrunde und schlug sich in der ersten Gruppenphase beachtlich: Der RSC belegte den ersten Platz noch vor Manchester United, obwohl sie im ersten Gruppenspiel in Old Trafford 1:5 untergegangen waren. In der (damaligen) zweiten Gruppenphase wurden sie nur Dritter hinter Real Madrid and Leeds United und schieden aus.
2004/2005 and 2005/2006 erwischte Anderlecht nach der geschafften Qualifikation für die Gruppenphase schwierige Gegner, zuerst Valencia, Inter Mailand and Werder Bremen, und im folgenden Jahr eine Gruppe mit Chelsea, Liverpool and Real Betis.
Anderlecht verlor alle Gruppenspiele in der Saison 2004/05 und die ersten 5 Gruppenspiele in der folgenden Saison. Damit stellte der Verein einen “Negativrekord” – die meisten verlorenen Champions League-Spile hintereinander! – auf, beendete die schwarze Serie aber im letzten Gruppenspiel 2005 mit einem Sieg gegen Real Betis. Damit blieb Rapid Wien in dieser Champions League-Saison das “Bummerl”, denn für die Grün-Weißen gingen bei ihrem zweiten Antreten in der Millionenliga 2005 alle 6 Gruppenspiele verloren.
2006/07 qualifizierte sich Anderlecht direkt für die CL und wurde in eine Gruppe mit AC Milan, Lille OSC und AEK Athen gelost. Wieder war das Abschneiden der “Königlichen” aus Belgien aber enttäuschend. Vier Unentschieden und kein Sieg bedeuteten den 4. und letzten Platz in dieser Gruppe.
Was also so großartig klingt – oftmalige Champions League-Teilnahme in den letzten Jahren – sieht zumindest in den letzten drei Saisonen alles andere als berauschend aus.

Für Rapid-Fans ist neben der Aussicht auf eine schwere, aber nicht unlösbar scheinende Aufgabe schließlich besonders reizvoll, dass ihre Grün-Weißen auf eine Mannschaft treffen, deren Vereinsfarben die selben sind wie jene des Wiener Erzrivalen Austria, nämlich violett-weiß.

Weniger lustig ist die Untersuchung, die Anderlecht derzeit nach dem verloren CL-Quali-Match gegen Fehnerbace Istanbul über sich ergehen lassen muss.
Der ORF meldete gestern, dass die UEFA Untersuchungen zu Ausschreitungen während und nach dem Champions-League-Qualifikationsspiel am Mittwoch in Brüssel eingeleitet hat. Belgische Fans waren bei der 0:2-Niederlage, die das Ausscheiden für Anderlecht bedeutete, auf gegnerische Anhänger losgegangen. Ein Dutzend von ihnen war nach Schlusspfiff verhaftet worden. Zehn Minuten vor Ende musste die Begegnung für einige Minuten unterbrochen werden. Rassistische Gesänge von beiden Fanlagern hatten die Stimmung angeheizt, Anderlecht-Spieler mussten beruhigend auf ihre aufgebrachten Anhänger einwirken, die versuchten, in den türkischen Fanblock zu gelangen.
“Wir warten die Berichte der UEFA-Delegierten und der Schiedsrichter ab, wir nehmen die Vorfälle sehr ernst. Falls ein Club für schuldig befunden wird, wird es Sanktionen geben”, betonte ein UEFA-Sprecher am Donnerstag.

Klub-Website von Anderlecht: http://www.rsca.be/intro.php

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