Strenge Strafen für Stadion-Krawallmacher!

“Austria-Fans ‘killen’ Goalie” – Das musste man gestern auf dem Titelblatt der Zeitung “Österreich” nach dem Wiener Derby Rapid gegen Austria (Sonntag) lesen, bei dem Rapid-Torhüter Georg Koch durch einen unmittelbar vor ihm explodierten Knallkörper verletzt wurde!
In der Online-Version der Fast-Gratis-Tageszeitung steht zwar nur mehr “Austria-Fans schalten Rapid-Goalie aus”, aber die martialische Print-Schlagzeile ist nicht mehr zurückzunehmen. Und ich befürchte, nicht nur einer von den Krawallbrüdern von der Osttribüne, die auch mehrere Sitzreihen demoliert haben, wird sich dieses Titelblatt ausschneiden und zu Hause aufhängen.
Laut ORF wurde der Zuschauer, der den Knallkörper Richtung Rapid-Tormann Koch geworfen hat, verhaftet. Er sollte durch die Videoüberwachung zu überführen sein.
Da man das Hineinbringen von Knallkörpern ins Stadion nicht wirklich verhindern kann, müsste man wirklich rigoros gegen die Krawallmacher vorgehen.
Warum nicht neben den individuellen Strafen die Austria das nächste Meisterschaftsspiel (oder das nächste Derby) vor leeren Tribünen spielen lassen!? (Detto für alle anderen Vereine, deren Fans sich nicht benehmen und auf gegnerische Spieler losgehen!) Dann sollte der Blödsinn, den es in den englischen Stadien nicht gibt (dort steht nicht einmal ein Zaun oder ein Netz hinter dem Tor!), endlich aufhören!
Ein Spielabbruch im Hanappi-Stadion wäre vertretbar gewesen, war aber nicht möglich, weil Rapid weiterspielen wollte. Ich glaube, das Weiterspielen war eine diskussionswürdige, aber im Ergebnis richtige Entscheidung – zumal das Spiel ohnehin 3:0 (Tore: Boskovic 2, Hofmann) ausgegangen ist. Ein verdienter Sieg für eine bessere, einsatzfreudigere und über weite Strecken überlegene Rapid-Elf!
Da konnte auch Rapid-Legende und TV-Kommentator Hans Krankl beim Interview nach dem Match wieder lächeln (Bild oben – Mitte).

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