Muss das sein? Redknapp zu Tottenham

Tottenham hat sich nach dem schlechtesten Saisonstart der Geschichte vom spanischen Manager Juande Ramos – in der letzten Saison noch Ligacup-Sieger mit den Spurs – getrennt. Beim sonntägigen Heimspiel der in acht Partien sieglosen Schwarz-Weißen soll bereits der neue Coach Harry Redknapp (Bild) seinen künftigen Schützlingen von der Tribüne aus auf die Wadln schauen.

Mit ‘arry Reknapp wird ein “West Ham Man” den Trainersessel bei dem aus Hammers-Sicht unbeliebtesten Londoner Premier League-Klub übernehmen. Harry Redknapp spielte 1964 – 1972 für West Ham und managte den Klub von 1994 – 2001.

Der rotgesichtige Londoner wurde anlässlich der Trainerwechsel bei West Ham in den letzten Jahren in Internet-Foren immer wieder als möglicher Kandidat ins Spiel gebracht, hatte aber bei der Vereinsführung der Hammers kein “Leiberl”.

Vergangene Saison lehnte er den ihm angebotenen Trainersessel bei Bolton und bei Newcastle ab, nun wurde er aber – vielleicht auch angesichts des verglichen mit der letzten Saison eher schwachen Saisonbeginns seines Klubs Portsmouth – schwach:

“It’s a great opportunity for me. It’s a big club, Tottenham. I love Portsmouth and I loved my time there, we had some fantastic success and I’d never been happier”, meinte Redknapp, dessen Sohn Jamie Redknapp ein paar Jahre bei den Spurs kickte.
“But it’s a great deal for Portsmouth, £5million for me, and it’s a chance for me to get on and see what I can do.”

Wenn Tottenham am 8. Dezember zu Gast am Upton Park sein wird, wird man bei West Ham also einen alten Bekannten auf der gegnerischen Tainerbank begrüßen dürfen. Ob Redknapp mit Tottenham ein ähnlicher Coup gelingt, wie mit Portsmouth 06? Damals lag “Pompeye” schon acht Punkte zurück, schaffte aber mit dem im Jänner geholten Redknapp noch den Klassenerhalt. Damals verloren die Hammers trotz ihrer im Frühjahr 2006 bestechenden Form, die sie bis ins FA Cup-Finale führte, gegen den FC Portsmouth zu Hause 2:4. 

Diesmal sollte sich Mr. Redknapp aber nicht auf ähnliche Schützenhilfe seines ehemaligen Klubs verlassen. Wenn die ungeliebten “Tottscums” absteigen würde, wäre das für die Fans der Hammers eine noch größere Freude, als es die kleinen Triumphe in den letzten Spielzeiten waren: In der letzten Saison belegte West Ham einen Ligaplatz vor den Spurs und in der Saison 2005/06 gelang in der letzten Runde ein 2:1-Sieg über den Nordlondoner Rivalen, mit dem man dem Klub von der White Hart Lane noch die Champions League-Qualifikation vermasselte. 

Bei West Hams Sonntag-Nachmittagsspiel gegen Arsenal (17 Uhr MEZ) wird man auf den Tribünen des Boleyn Ground daher heute mit gesteigerten Interesse zu dem eine Stunde früher angepfiffenen Spiel Tottenham v Bolton schielen und besonders intensiv über die Zukunft des ungeliebten Stadtrivalen nach dem Trainerwechsel diskutieren.

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