Von Rapid zum FC Chelsea

Auf Chelseas offizieller Website findet sich der Name “Prosenik” noch nicht. Die österreichischen Zeitungen (rechts: KURIER) berichten aber heute, Dienstag, groß über den Transfer des 16-jährigen Rapid-Talents Philipp Prosenik zu den Blues.

Vor ein paar Monaten hatte es geheißen, dass Chelsea sein Scouting-Netzwerk verkleinere, um Kosten zu sparen, den Weg nach Wien-Hütteldorf haben die Chelsea-Scouts aber offenbar gefunden.

Ab Sommer wechselt Philipp Prosenik, österreichischer U17-Teamstürmer (vergangene Woche beim 5:0-Sieg der österreichischen U17-Auswahl gegen die Slowakei dreifacher Torschütze), zum Chelsea-Nachwuchs. Der Sohn des ehemaligen ÖFB-Teamspielers Christian Prosenik erhält bei den Londonern einen Dreijahresvertrag und wird vorerst in Chelseas Junioren-Team kicken.
Mit Philipp Prosenik werden nun laut KURIER-Auflistung (“29 Teenager in der Ferne”) sieben junge Österreicher auf der Insel spielen: Neben Georg Grasser (West Ham) versuchen Dominik Hofbauer, Andreas Weimann und Thomas Dau (alle bei Aston Villa), sowie Georg Krenn (Everton) und Elias Wagner (Hearts) ihr Glück in den Nachwuchs- und Reserveteams in England und Schottland.
Für den SK Rapid ist der Transfer aufgrund des jugendlichen Alters des 1,88m großen Angreifers nicht besonders lukrativ: der für seine gute Nachwuchsarbeit bekannte österreichische Rekordmeister erhält € 85.000 Ausbildungsentschädigung. Und statt Prosenik jun. im Sommer in den erweiterten Kader der Ersten aufnehmen zu können, muss Rapid-Sportdirektor Ali Hörtnagl einen gewissen Mario Konrad (26) als Kaderergänzung für den Angriff aus Altach holen. Beim österreichischen Bundesliga-Abstiegskandidaten hatte Konrad, ein früherer Rapid-Jugendspieler, keinen Stammplatz. Er erzielte in dieser Saison in 27 Matches aber immerhin sechs Tore. 2000 hatte er Rapid in Richtung Stuttgart verlassen, hatte dann aber wieder in Österreich bei Bregenz, Kapfenberg, LASK und eben Altach gekickt.
Ob sich Prosenik bei Chelsea wird durchsetzen können? Gerade bei einem “Geldklub” wie den Blues ist das wahrscheinlich noch schwieriger als für Georg Grasser bei West Ham!

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