HANSE DER WOCHE: Marc Janko

In der Rubrik “HANSE DER WOCHE” wird regelmäßig ein Akteur aus der weiten Welt des Fußballs vor den Vorhang gebeten und vom RAPIDHAMMER der Akklamation durch die werte Leserschaft empfohlen.

Vor zwei Jahren stand er kurz vor seinem Karriere-Ende, diese Saison schoss Marc Janko 39 Tore in der österreichischen Bundesliga, wird den “bronzenen Schuh” für Europas drittbesten Torschützen gewinnen (wobei er die meisten Treffer erzielte!) und wurde in Österreich zum “Spieler der Saison” gewählt.

Dankbar für Gesundheit und Profi-Fußball
Am Pfingstsonntag entging man dem Red Bull Salzburg-Stürmer schon am Vormittag nicht, denn der war im Radiosender Ö3 in “Frühstück bei mir” zu Gast, wo er unter anderem davon erzählte, dass er sich vor dem Matchbeginn regelmäßig bekreuzigt – aus Dankbarkeit, weil er nach einer schweren Verletzung wieder ganz gesund wurde und weiterhin seine Leidenschaft zum Beruf machen kann.
Die sportlichen Erfolge des Wahl-Salzburgers und nicht zuletzt sein schönes Tor gegen Rapid Wien vor drei Wochen haben den RAPIDHAMMER dazu bewogen, Marc Janko trotz seines “Fehlers”, für Red Bull zu spielen, den Ehrentitel des HANSE DER WOCHE zu verleihen.

39 Janko-Tore – Hans Krankls Uralt-Rekord blieb bestehen
Wobei eines schon gesagt werden muss: anstatt im letzten Saisonspiel gegen Absteiger Altach aus Vorarlberg sein Trefferkonto noch kräftig zu erhöhen, wie es “Hanse” Krankl gemacht hätte, ging Janko bei Red Bulls peinlicher 1:4-Niederlage am Sonntag im eigenen Stadion leer aus und konnte daher Krankl Uralt-Rekord aus 1977/78 (41 Saisontore + Goldener Schuh) nicht erreichen!

Sohn einer Olympia-Medaillengewinnerin
Marc Janko wurde am 25. Juni 1983 in Wien geboren und ist der Sohn der ehemaligen österreichischen Leichtathletiksportlerin Eva Janko, die bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt die Bronzemedaille im Speerwurf errang, und von Herbert Janko, 1966 bis 1968 österreichischer Hochsprungmeister. In seiner Jugend musste Janko oft mit Verletzungen kämpfen. Ursache dafür war ein enormer Wachstumsschub. Er ist 196 cm groß.
Marc begann seine Profilaufbahn bei VfB Admira Wacker Mödling, von wo aus er 2003 den Sprung vom Amateurkader in die Kampfmannschaft schaffte.
Nach einem relativ erfolgreichen Spieljahr bei Mödling wechselte der Stürmer Anfang der Saison 2005/06 zu Red Bull Salzburg. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich Janko einen Fixplatz in der Startmannschaft erkämpfen und erzielte in dieser Saison elf Tore in 17 Spielen, darunter am 33. Spieltag drei Treffer im Spiel gegen Sturm Graz. (Endstand: 3:2 für Red Bull Salzburg).
In der Meistersaison 2006/07 plagte Janko das Verletzungspech: Wegen einer komplizierten Beckenverletzung musste er fast die komplette Saison von der Tribüne beobachten, feierte allerdings am 9. November 2007 gegen LASK Linz ein gelungenes Comeback in der Kampfmanschaft.
Am 23. Mai 2006 gab Marc Janko im Länderspiel gegen Kroatien sein Debüt in der österreichischen Nationalmannschaft, für den Turnierkader für die Euro 2008 wurde er von Teamchef Hickersberger aber nicht berücksichtigt – ebensowenig wie Rapids “Langer” Stefan Maierhofer, mit dem Janko befreundet ist und von dem er heuer für jedes Tor einen “Schlecker” (=Lolli) geschenkt bekommen hat.

Erfreuliche Saison
Die Saison 2008/09 begann für Janko und Red Bull Salzburg erfreulich. Die offensivere Spielausrichtung unter dem neuen Coach Co Adriaanse kam Janko sehr entgegen. Bereits im ersten Saisonspiel, einem 6:0-Heimsieg gegen SV Mattersburg, glänzte Janko mit drei Toren und einer Vorlage. Schlussendlich kam Janko auf 39 Saisontreffer.
Sein Vertrag mit Red Bull Salzburg läuft bis 2013 und heute erklärte Janko wieder, sein Ziel sei es, sich erstmals mit den Salzburgern für die Champions League zu qualifizieren.

Goldener Schuh nach Spanien
Den Goldenen Schuh errang übrigens Diego Forlan (32 Tore) vor Samuel Eto. Die beiden schossen zwar weniger Tore als Janko, spielen aber in der spanischen Liga. Und für die kommt ein Multiplikator von 2 zum Tragen, während für Österreichs Bundesliga wegen des schlechteren UEFA-Koeffizienten nur 1,5 Punkte pro Tor gutgeschrieben werden.
Da Forlans letztes Spiel schon am Samstag stattgefunden hatte, interessierte man sich sogar unter Atletico Madrids Anhängern ausnahmsweise einmal für ein Spiel der österreichischen Bundesliga… (in dem Marc Janko vier Tore hätte schießen müssen, um Forlan den “Schuh” noch auszuziehen!)

Post a Comment

Your email is never shared. Required fields are marked *

*
*