World Cup Day Four

Vuvuzelas bleiben

Auf Twitter bildete sich bald nach Beginn der WM eine Gruppe, die die Verbannung der Vuvzelas aus den Stadien forderte, und am Sonntag erklärte auch ein Mitglied des Organisationskommitees, man werde einen Vuvuzela-Bann prüfen. Aber am Montag kam die klare Aussage: Die Plastiktröten bleiben, auch wennsie eine Lautstärke von bis zu 130 dB erreichen. Wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass die Stadien akustisch einem Bienenschwarm gleichen, während Sprechchöre und Gesänge im ewiggleichen Elefantentrompeten untergehen.

Woran wir uns auch gewöhnen müssen, sind schwache Vorrundenspiele. Zumindest die Auftaktpartien in den bisher gespielten Gruppen A – F hielten nur selten, was man sich von einer WM verspricht. Am Montag zeigte Dänemark gar nichts und verlor gegen die Niederlande mit 0:2. ”We wanted to play beautiful football, but we lost the ball too often”, entschuldigte sich auch der holländische Coachfür seine Mannschaft, von der mir am besten der in der zweiten Hälfte eingewechselte Eljero Elija gefiel, der die Dänen schwindlig spielte und auch am Herausspielen des zweiten Tores maßgeblichen Anteil hatte. Beim ersten waren dagegen Kopf und Rücken von Dänen die letzten Körperteile gewesen, bevor das Leder ins dänische Gehäuse flog. Fazit: Mit den Niederlanden ist zu rechnen, Dänemark muss sich immens steigern!

Wenige Torszenen dann am Nachmittag bei Japan gegen Kamerun. Das Spiel endete 1:0 für die Japaner. Samuel Eto’o konnte sich nicht entscheidend in Szene setzen.

Das Abendspiel Italien gegen Paraguay war dagegen unterhaltsamer, auch wenn der Abend nicht so torreich war wie der vorangegangene. Das Gesetz der Montags-Serie – zwei Tore pro Spiel – wurde vervollkommnet und das Spiel endete 1:1. Alcaraz hatte Paraguay in der ersten Hälfte in Führung gebracht, aber 20 Minuten vor Schluss war es Daniele de Rossi, einer von Fünfen, die vor vier Jahren im Elfmeterschießen gegen Frankreich Weltmeister geworden waren, der die Italiener vor einem Fehlstart rettete. Er erzielte nach einem Corner von Pepe, den Paraguay-Goalie Villar verfehlte (und sich damit in die Reihe der Torhüter-Patzer einreihte), den Ausgleich (63.). Fazit: Italien muss sich noch steigern, Paraguay überraschte positiv.

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