World Cup Day 11

Tag 11: der letzte der Vorrundentage mit drei Spielen hinter einander. Ab nun gibt’s vier Spiele pro Tag, davon aber jeweils zwei zur selben Zeit. Mühsam, ich hasse diese Konferenzschaltungen! Mal sehen, wie der ORF das organisiert. Im Fall des Falles kann man immer noch zum deutschen Fernsehen (oder schweizerischen? – hab ich noch gar nicht probiert!) ausweichen…

Portu-Gala und Verschleudri-aña

Das Schützenfest von Portugal gegen Nordkorea fiel deftig aus. Nach einem 0:1 zur Pause musste die Koreaner, die gegen Brasilien noch so brav nur mit 1:2 verloren hatten, mit einer 0:7-Packung vom verregneten Platz schleichen. Unglaublich, wie leicht die Portugiesen bei dieser Tor-Gala einnetzten, wobei Cristiano Ronaldos 7:0 geradezu kabarettistischen Charakter hatte (-> Video).

Weniger lustig war das Nachmittagsspiel dann für die Schweiz. West Hams nächster bemerkenswerter Beitrag zu dieser WM war nach Robert Greens Patzer bei England – USA der Ausschluss von Mittelfeldspieler Valon Behrami, durch den die Schweiz gegen Chile schon in der ersten Hälfte geschwächt wurde. Ein harter Ausschluss (“straight red” wegen Unsportlichkeit), auf den schließlich eine 0:1-Niederlage der Eidgenossen folgte. Zehn Spiele südafrikanischer Mannschaften bisher – acht Siege, zwei Unentschieden. Eine tolle Bilanz, aber in Gruppe H ist noch alles offen!

Am Abend spielte Spanien gegen Honduras das, was sie am besten können. Kurzpass-Spiel, den Ball ins Tor tragen, den Gegner leerlaufen lassen. Das erste Goal von David Villa war ein herausragendes Dribbling in den Strafraum, ein Treffer mit der Qualität “Tor der Runde” (-> Video1; -> Video2). Und auch Tor Nr. 2 erzielte Villa, der in der zweiten Hälfte zu meinem Ärger auch noch einen Elfer neben das Tor setzte (ich hatte ein 3:0 getippt und hätte die Punkte eines “perfect score” dringend benötige!). Aber statt einer gol-fiesta sahen wir nun España = Verschleudriaña gegen eine chancenlose honduranische Elf: die Spanier waren beim Toreschießen einfach zu nachlässig. Zusätzlich muss Villa wegen einer vom Schiedsrichter übersehenen Tätlichkeit fürchten, für das nächste Spiel nachträglich gesperrt zu werden (so wie Eduardo durch die erste Instanz der UEFA in der CL-Quali gegen Celtic, soweit auch die FIFA nachträgliche Sperren in ihrem Regelwerk hat). Schließlich blieb es beim viel zu niedrigen 2:0 (was sich für Spanien in der Aufstiegsfrage bei einem Sieg der Schweiz gegen Honduras noch rächen könnte).

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