Neues FIFA-Transfersystem ab Oktober

Blatter: „Historisch“

Wie der ORF berichtet, will die FIFA mit einem neuen Computersystem das Transfersystem strenger kontrollieren und die Möglichkeiten zu Geldwäsche und Korruption effektiver bekämpfen. Von Freitag an werden alle internationalen Spielerwechsel über eine Onlinedatei erfasst und kontrolliert. „Das ist ein historischer Moment für den Fußball“, sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter am Mittwoch in Zürich.

3.500 Vereine in 150 Ländern werden derzeit von dem System erfasst. Illegale Zahlungen zwischen Clubs oder Firmen sollen somit künftig verhindert werden. Das Prinzip ist relativ einfach. Vereine, die sich dem Netzwerk angeschlossen haben, müssen bei Transfers Details zu Spielern, beteiligten Agenten und Zahlungen angeben. Wer sich nicht registriert hat, kann keine Spielerwechsel auf internationalem Level mehr tätigen.

Wie viele Kontrolleure eingesetzt werden, um die Angaben zu überwachen, wollte die FIFA nicht bekanntgeben, kündigte aber harte Strafen bei Verstößen an, von Punktabzügen bis zu Transferverboten. „In einem Onlinesystem kann man nicht betrügen“, formulierte der Chef der FIFA-Rechtsabteilung Marco Villiger die Erwartungen. Machen kaufender und verkaufender Club unterschiedliche Angaben, ist der Transfer ungültig.

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