EM Stadion Klagenfurt bleibt – ohne UVP-Genehmigung

Das Klagenfurter EM-Stadion muss keinem Genehmigungsverfahren nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVP-G) unterzogen werden. Die Kärntner Landesregierung ist nach einem Einzelfallprüfungsverfahren nach dem UVP-G zum Ergebnis gekommen, dass das Unterbleiben des Rückbaus des EM Stadions – ursprünglich war geplant, die Kapazität auf ca. 12.000 Zuschauer zu reduzieren – keine erheblichen Umweltauswirkungen mit sich bringt. Das Verfahren bei der Landesregierung ist mit dieser Feststellung beendet. Sobald der nach Prüfung von Unterlagen und Gutachten ergangene Bescheid rechtskräftig ist, steht endgültig fest, dass die noch notwendigen Behördenverfahren beim zuständigen Magistrat der Stadt Klagenfurt durchzuführen sind.Derzeit wird die 30.000 Zuschauer fassende Arena - zur Zeit wohl das schönste Stadion in Österreich – vom Regionalligaverein Austria Klagenfurt bespielt. Der Klub hofft auf den Aufstieg in die zweithöchste österreichische Spielklasse, derzeit liegt er in der Regionalliga sechs Punkte hinter Tabellenführer Allerheiligen. Außerdem hat sich der Österreichische Fußball-Bund vertraglich dazu verpflichtet, jährlich ein Länderspiel in Klagenfurt auszutragen. Im vergangenen Juni war die Kärntner Landeshauptstadt auch Schauplatz des ÖFB-Cupfinales zwischen Sturm Graz und dem SC Wiener Neustadt.Das für die Fußball-EM 2008 errichtete Stadion wird in einer Kapazität von 30.000 Zuschauern bestehen bleiben, der zunächst nur temporär geplante Oberrang bleibt erhalten.

Die Entscheidung, dass keine UVP notwendig ist, basiert laut Umwelt-Landesrätin Beate Prettner auf zwei Rechtsgrundlagen. Einerseits müsse erst ab einer Geländegröße von zehn Hektar zwingend ein UVP-Verfahren erfolgen, das Stadion liege weit unter dieser Marke. Außerdem ist die Parkplatzsituation ausschlaggebend. Von den permanent bestehen bleibenden 1.634 Kfz-Stellplätzen im Bereich des Stadions sind die bereits vor der Errichtung des Stadions genehmigten 500 Parkplätze des früheren Klagenfurter Stadions abzuziehen. Somit kommt man auf zusätzliche 1.134 Parkplätze, ein UVP-Genehmigungsverfahren muss zwingend erst ab 1.500 durchgeführt werden.

Bei dem aktuell beschlossenen Bescheid handelte es sich um ein Feststellungsverfahren, welches Aufschluss darüber gibt, ob bei der vorgelegten Projektierung ein Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem UVP-G notwendig ist oder nicht.

“Der heute eingebrachte Akt bedeutet, dass diese Prüfung nicht notwendig ist – nicht mehr und nicht weniger”, betonte Landesrätin Prettner. Weiters unterstrich sie, dass es sich hierbei in keiner Weise um eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise in der Causa Stadion handle, sondern lediglich um die Feststellung, dass die vorgelegte Variante keiner UVP bedarf. Die weiteren notwendigen Verfahren sind beim Magistrat Klagenfurt abzuführen.

Landeshauptmann Dörfler betonte laut APA, dass nun die von Sportminister Darabos zugesagten 15,5 Mio. Euro für die Fertigstellung fließen könnten.

-> Presseaussendung Kärntner Landesregierung
-> UVP-Feststellungsbescheid
-> Kundmachung des Bescheids (1.3.2011)
-> SK Austria Klagenfurt
-> Sportpark Klagenfurt

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