Will Boom Boom Baldock bang in two against David James?

In den letzten beiden Heimspielen hat West Ham’s No. 7, der junge Sam Baldock, jeweils 2 Tore geschossen. Und nach West Ham’s spannendem 3:2-Sieg am Wochenende gegen Leicester City steht schon am Dienstag Abend das nächste Heimspiel auf dem Programm.

Boom Boom Baldock - West Ham's "Mr. Doppelpack"

Mit Bristol City kommt der Tabellenletzte zum Upton Park – eine Gelegenheit für die Hammers, den dritten Sieg hinter einander zu landen. Nach 11 sieglosen Begegnungen in allen Bewerben hat man bei Bristol aber am Samstag zum ersten Mal seit 17. August wieder gewonnen: auswärts gegen Barnsley gab es einen 2:1-Erfolg, und das mit einem Tor in der Nachspielzeit!

Bei West Ham hat sich allerdings die Achillesferse der ersten Meisterschaftsphase – das Kassieren von Toren in den “dieing minutes” eines Spieles –  zuletzt deutlich gebessert. Sowohl gegen Leicester am Samstag (3:2) als auch gegen Brighton (1:0 – trotz 8 Minuten Nachspielzeit) überstand man trotz knappen Vorsprungs die “injury time” unverletzt und liegt in der Tabelle als Zweiter 3 Punkte hinter Leader Southampton, das am Dienstag auch wieder ein Heimspiel hat. (Aber vielleicht gehr gerade gegen Peterborough bei den “Saints”, die bisher 7 Heimsiege auf dem Konto haben, die weiße Weste doch einmal verloren …)

Alter Bekannter kommt nach London
Mit Bristol kommt nun am Dienstag ein alter Bekannter zum Abendspiel nach East London: der 53-fache Internationale David James. Der mittlerweile 41-jährige Dauerbrenner zwischen den Pfosten spielte von 2001-2004 bei den Hammers. Doch war diese Zeit durch eine mehrmonatige Verletzungspause und West Ham’s “relegation” 2002/03 keine besonders erfolgreiche Phase in der langen Karriere des zeitweise auch “Calamity James” genannten Keepers. 1992, zum Start der ersten Premier League Saison war David James von Watford zum FC Liverpool gewechselt, und indem er von den abgestiegenen Hammers 2004 schließlich zu Manchester City und später zum damaligen Erstligisten Portsmouth übersiedelte, ist er Rekordtorhüter in Bezug auf Premier-League-Einsätze; im Januar 2008 war er nach Gary Speed und Ryan Giggs der erst dritte Premier-League-Akteur, der die 500-Spiele-Marke erreichte.

Im Jahr 2008 holte James mit dem FC Portsmouth gegen Cardiff den FA Cup, womit er dreizehn Jahre nach einem Ligapokalsieg mit Liverpool seine zweite bedeutende Trophäe im Profifußball gewann. Endgültig in die Geschichtsbücher der Premier League trug sich James im Februar 2009 ein, als er am 14. Februar 2009 mit seinem 536. Spiel Gary Speed als alleinigen Rekordeinsatzspieler verdrängte. Nachdem James mit dem FC Portsmouth in der Saison 2009/10 abgestiegen war, konnte er den Verein ablösefrei verlassen und steht nun seit 2010 beim Championship-Klub Bristol City im Tor.

Auch mit 40 Jahren gehörte David James noch regelmäßig dem englischen Teamkader an, und bei der WM 2010 in Südafrika spielte er bekanntlich nach einem schweren Fehler von West Ham’s Robert Green die WM für England zu Ende. Wie zu Beginn seiner Teamkarriere 1997, als James hinter David Seaman lange Zeit die “Nummer 2″ im englischen Nationalteam war, gab es aber seither kein Vorbeikommen mehr am aktuellen Nummer-1-Keeper Joe Hart, und seit dem Wechsel zu Bristol ist James – der auch einmal im Wiener Ernst Happel-Stadion bei einem Fernschuss von Andreas Ivanschitz seinem Spitznamen “Calamity James” alle Ehre machte und Österreich nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 ermöglichte (Bild links) - nicht mehr bei den “Three Lions” einberufen worden.

Boom Boom Baldock
Die lange Geschichte von David James wird den jungen Sam Baldock allerdings herzlich wenig interessieren. Der mittlerweile bei insgesamt 10 Saisontoren haltende 22-jährige Forward (6 Goals für seinen früheren Klub MK Dons und 4 für West Ham) möchte auch gegen Bristol treffen und seinem am letzten Samstag erworbenen Spitznamen “Boom Boom Baldock” wieder alle Ehre machen. Und wenn es wieder zwei Mal klingeln sollte nach Baldock-Schüssen, dann werden wir ihn endgültig zum “Mr. Doppelpack” adeln – ob mit oder ohne “Calamity James”-Mithilfe…

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