10-men-West Ham vs “12-men-Saints” 1-1

West Ham-Coach Sam Allardyce war am letzten Dienstag Abend fuchsteufelswild über die Schiedsrichterleistung, zeigte sich aber angesichts der Umstände auch sehr zufrieden mit West Hams Unentschieden gegen den Tabellenzweiten FC Southampton. Es war das zweite Spiel in Folge, bei dem die „Hammers“ einen Großteil der Spielzeit mit nur zehn Mann spielen mussten, nachdem Matty Taylor in der 18. Minute vom Platz gestellt worden war. Aufgrund des verdienten Remis führt West Ham am kommenden spielfreien Wochenende weiterhin die Tabelle an und fährt am nächsten Dienstag als Tabellenführer zur Partie gegen den aktuellen Vierten nach Blackpool. Laut Fußball Quoten gelten die Hammers nach wie vor als heißester Anwärter auf den Aufstieg in die Premier League.

Von Christian Zander

„Es war eine unglaubliche Leistung gegen Southampton, zumal es so aussah, als würde alles gegen uns spielen“, sagte “Big Sam” Allardyce nach dem 1:1 am Upton Park zu den anwesenden Vertretern der Fußballnachrichten. Vor allem die Einstellung und wie sehr das Team an sich geglaubt habe, hätten ihn beeindruckt. Man hätte das Gefühl gehabt, dass sich die Spieler selbst einredeten „Wir werden uns nicht geschlagen geben!“ Und das, obwohl beinahe 80 Minuten nur zehn Mann auf dem Platz standen. „Mit dem Publikum im Rücken, das uns fantastisch anfeuerte, zeigte das Team eine unglaubliche Leistung“, sagte Allardyce. Der Schiedsrichter hätte allerdings abgesehen von dem Elfer, den Mark Noble zur 1:0-Führung für West Ham verwertete, noch zwei klare Strafstöße geben müssen, meinte der Manager. Und die “straight red” für Matthew Taylor hätte den Regeln nach nur eine “Gelbe” sein dürfen.

In der Tat lieferte West Ham am Dienstag eine tolle Partie ab, spielte Southampton bis zum Ausschluss von Taylor an die Wand und verteidigte danach gut, sodass man dem Tabellenzweiten lange Zeit Paroli bieten konnte. Mark Noble als Kapitän – in Vertretung des nach seinem Ausschluss gegen Millwall gesperrten Kevin Nolan - überzeugte im Mittelfeld, ebenso wie Rob Green im Tor, der immer zur Stelle war. Auch der Franzose Julien Faubert machte  mit tollem Einsatz und einigen hervorragenden Aktionen auf sich aufmerksam, um nur einige der “Hammers-Helden” vom Dienstag Abend zu nennen.

Allardyce freute sich vor allem über die Tatsache, dass die Mannschaft trotz erneuter Unterzahl wie auch schon gegen Millwall eine hervorragende, kämpferische Vorstellung bot: „Es ist ein unglaublicher Punkt und fühlt sich wie ein Sieg an. Wir spielten gegen das Team, das direkt hinter uns ganz oben mitspielt, aber sie konnten gegen uns nicht gewinnen.“

Von Anfang an hätte es danach ausgesehen, dass das Team heiß auf den Sieg war und unbedingt gewinnen wollte, so Big Sam. Die Mannschaft sei in vollem Fluss gewesen, während Southampton eher den passiven Part einnahm. „Wir werden das Unentschieden als ein außergewöhnliches Ergebnis mit nur zehn Spielern auf dem Platz akzeptieren müssen.“

Seit einem Monat Nummer 1

Mit 57 Punkten belegt West Ham nach dem 31. Spieltag weiterhin den ersten Platz in der Tabelle, gefolgt von Southampton mit 56 Zählern. Seit dem 2:1-Sieg gegen Nottingham Forest am 21. Jänner liegen die “Irons” nun seit beinahe einem Monat an der Tabellenspitze. Bei einem Sieg gegen Blackpool im nächsten Spiel am 21. Februar wären es fünf Runden, die man die Championship Tabelle anführt. Um eine ähnlich gute Serie zu finden, muss man mehr als 20 Jahre, bis in die Saison 1990/91 zurückgehen: damals lag West Ham neun Runden lang – vom 26. Dezember 1990 bis 5. März 1991 – an der Spitze der alten 2nd Division (-> West Ham Statistics).

Mit vier Punkten Abstand auf West Ham folgt hinter den “Saints” (56) der derzeitige Dritte Cardiff City (53), während auch der Vierte Blackpool mit 52 Zählern den Anschluss an die ersten Drei hält. Birmingham City und der Reading FC belegen mit jeweils 51 Punkten den fünften und den sechsten Platz, die zur Teilnahme an den Aufstiegs-Play-Offs berechtigen würden.

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