Frühling 2012. Das Fieber steigt

Gemeint ist hier nicht etwa eine neuartige Frühlings-Grippewelle, sondern die Vorfreude vieler Wettbegeisterter auf die Fußball EM 2012. Die meisten überlegen sich bereits Monate im Voraus, wie sie es denn strategisch angehen und auf welche Spiele sie ihre Wetten zur EM 2012 platzieren wollen.

Von Lisa Schmied

Neben einer Heerschar an Wetteifrigen und natürlich den Wettanbietern selbst rufen Großereignisse wie die Fußball EM 2012 auch immer wieder kleinere Firmen und ganze Konzerne auf den Plan, die am Wettkuchen „mitnaschen“ wollen.
Oftmals wird die komplette Marketing-Kommunikation komplett auf ein solches Event ausgelegt, um das Interesse der Kunden zu wecken.
Dieses Jahr kommuniziert die Firma COMPO Rasendünger beispielsweise folgende Wette zur EM 2012:

Wenn die deutsche Fußball-Auswahl Europameister wird, erstattet COMPO den Kunden den Kaufpreis von bis zu drei 20 kg-Säcken Rasendünger zurück.

Die Idee ist dabei gar nicht so weit hergeholt. Schließlich düngen viele Vereine der deutschen 1. und 2. Bundesliga ihren heiligen Rasen mit den Produkten der oben genannten Marke.

Doch nicht nur zu sportlichen Großereignissen sind die Wirtschaftstreibenden wettfreudig:
In Österreich hat die Elektro-Handelskette Hartlauer beispielsweise Ende 2011 mit einer interessanten „Weihnachtswette“ geworben:

Wenn es am Heiligen Abend schneit, bekommen die Kunden 50% des Wertes ihrer Weihnachtseinkäufe in Bar zurück bezahlt.

Diese Art der Promotion war in den letzten Jahren verboten. Der vormalige Firmenchef Franz Josef Hartlauer hatte bereits 1997 eine derartige Weihnachtsaktion gestartet. Damals bekamen die Kunden 20% ihrer Einkäufe zurückerstattet.
Danach wurde diese Promotion – nach Protest von Mitbewerbern – unter Anwendung von EU-Recht verboten. Seit dem Vorjahr sind solche Marketingaktionen allerdings wieder erlaubt, was Robert Hartlauer (der aktuelle Chef der Hartlauer-Kette) zum Anlass genommen hat, um auf diese Weise das 40-jährige Firmenjubiläum zu zelebrieren.

Man sieht also: An Großereignissen wie der Fußball EM 2012 wollen neben den Wettanbietern auch immer mehr andere Wirtschaftszweige Geld verdienen – oftmals mit Erfolg.

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