Rapid hat den Auftrag erfüllt – Auf geht’s West Ham!

Mit dem 1:1-Unentschieden gegen den FC Middlesbrough am vergangenen Dienstag kann man bei West Ham nicht zufrieden sein. 6 Unentschieden in den letzten 9 Spielen bedeuten zwar, dass die “Hammers” im Februar und März noch ungeschlagen sind, aber dennoch fühlte sich das Ergebnis vom Dienstag wieder als “two points lost” an. Die Fans am Upton Park pfiffen, doch geht es nach Trainer Sam Allardyce, dann hätte das Team durchaus gewinnen können. Ganz anders dagegen – endlich – der SK Rapid Wien: nach 6 Unentschieden in den letzen 10 Spielen gelang am Mittwoch mit einem 3:0 gegen Kapfenberg ein klarer Sieg.

„Immer wenn wir eine Chance hatten, machte uns der Torhüter mit teilweise großartigen Paraden einen Strich durch die Rechnung“, ärgerte sich Sam Allardyce nach dem Spiel gegen Boro in den Sportnachrichten und sagte weiter: „Wir haben im Moment einfach kein Glück auf dem Platz. Irgendwie läuft derzeit alles etwas gegen uns. Da reichen ein paar strittige Entscheidungen des Schiedsrichters und ein paar Paraden des Torhüters aus, um uns von der Favoritenrolle letztlich in ein Unentschieden zu stürzen.“

Das Tor von Middlesborough zum 1:1 nach Abdoulaye Fayes Führungstreffer (67.) für West Ham war von Bart Ogbeche leider wirklich “well taken”, wie “Big Sam” einräumen musste: „Wir haben Middlesbrough das Tor keinesfalls geschenkt. Es war ein fantastischer Schuss mit dem linken Fuß.“

“We all know how nervous we get going into the final stages a goal up”
(Sam Allardyce)

Mit der Situation ist der Manager natürlich nicht zufrieden: „Im Moment sieht es eben so aus: Anstatt dass der Ball den Pfosten berührt und wegrollt, finden die Schüsse aus den Außenpositionen ins Netz.“ Dagegen könne man nicht viel machen, es sei einfach Pech, und dazu komme, dass die eigene Mannschaft zunehmend nervös reagiere. Je näher man dem Tor kommt, desto unsicherer werden die West Ham-Spieler leider. Und wenn man dann nur 1:0 führt, dann steigert sich die Nervosität zum Spielende hin noch mehr!

Und so kam es, wie es kommen musste: statt zum Zeitpunkt des Gegentores von “Boro” bereits klar in Führung zu liegen, musste West Ham durch den Treffer von Ogbeche in der 84. Minute noch den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen, und das bedeutet, dass man im fünften Heimspiel hinter einander keinen Sieg einfahren konnte. Die Chancenauswertung bei West Ham war erneut nicht optimal und so tat der stark agierende Torhüter Jason Steele im Middlesbrough-Kasten sein Übriges.

Allardyce: „In der zweiten Hälfte haben wir uns viel besser präsentiert, Sam Baldock hatte am Ende noch eine tolle Kopfballchance, aber wir konnten einmal mehr kein zweites Tor erzielen.“ Generell täte sich die Mannschaft oft schwer, den entscheidenden Treffer zu erzielen und den Sack zuzumachen, so Allardyce.

Dabei störte sich „Big Sam“ vor allem an einer konkreten Aktion des Schiedsrichters. Als Matt Taylor auf das gegnerische Tor zustürmte und nur noch den Keeper überwinden musste, brachte der Schlussmann den Angreifer zu Fall. „Weil ein Torhüter kein Feldspieler ist, hat der Schiedsrichter anscheinend auf einen Elfmeter verzichtet“, so Allardyce zu den Sport News.

Generell sei er jedoch zufrieden mit der Leistung seiner Elf: „Es war eine gute und unterhaltsame Partie. Die Leute ignorieren das gerne und schauen nur aufs Endergebnis. Wenn die Konkurrenz hierher kommt, dann machen sie es uns sehr schwer unser Spiel zu spielen.“ Zu den nicht zu überhörenden Pfiffen des eigenen Anhanges äußerte sich der West Ham Manager nicht.

Mit 68 Punkten belegen die „Hammers“, die ein Spiel weniger als die Teams an der Tabellenspitze ausgetragen haben, nun weiter den dritten Rang hinter Spitzenreiter Southampton (75 Punkte) und dem Reading FC (70 Punkte), der “zum Glück” sein letztes Spiel gegen Peterborough 1:3 verloren hat. Nächster Gegner von West Ham ist der FC Burnley am Samstag, der derzeit auf dem 15. Tabellenplatz rangiert. Man werde, so Sam Allardyce, trotz der Enttäuschung vom letzten Dienstag wieder das Beste geben, um drei Punkte zu holen, und so werde man dem großen Ziel “automatic promotion” wieder einen weiteren Schritt näher kommen.

Mit 90 Punkten auf der sicheren Seite

Für einen sicheren Aufstiegsplatz ist bekanntlich Rang 1 oder 2 notwendig, der Dritte bis Sechste der Tabelle müssen ins Aufstiegs-Play-Off. 90 Punkte sollten reichen, um einen der beiden begehrten ersten Plätze zu erreichen, meinte Manager Sam Allardyce vor dem Boro-Spiel. Derzeit hält man bei 68 und hat noch 9 Spiele vor sich. Das heißt, um die “fehlenden” 22 Punkte zu machen, würde West Ham einen Punkteschnitt von 2,4 pro Spiel brauchen. Ein ambitioniertes Ziel, denn bis jetzt schaffte man nur 1,8 Punkte pro Partie! “Am Abend werden die Faulen fleißig”, heißt es. Ob West Ham den “turn around” zu mehr Sicherheit im Abschluss und überzeugenden Siegen schafft?

Der SK Rapid hat es am Mittwoch vorgezeigt: nach vielen Unentschieden und schwachen Stürmerleistungen zwangen Sperren und Verletzungen den Trainer, mit dem jungen Deni Alar einen gelernten Stürmer aufzustellen, der prompt mit einem “Doppelpack” gegen Kapfenberg das Vertrauen rechtfertigte. Dazu kam ein dritter Treffer durch einen weiteren Stürmer, René Gartler. Das 3:0 ist Balsam für die Fans und Mutinjektion für die Mannschaft.

Vielleicht sollte West Ham in den nächsten Spielen dem jungen Sam Baldock endlich von Beginn an eine Chance geben. Ich bin sicher, der quirlige Angreifer mit Zug zum Tor würde es mit Treffern danken!

Come on you Irons!

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