Olympic Stadium: Schwieriger Umzug

West Ham United steht wohl knapp vor der Fixierung des Umzugs ins Londoner Olympia Stadion. Die „Hammers“ kristallisierten sich bereits als die gewünschten Bieter heraus, eine offizielle Einigung für eine dauerhafte Miete konnten der Premier-Ligist und die für das Stadion  zuständige Betreiberfirma LLDC bislang jedoch noch nicht erzielen. Eine endgültige Entscheidung darf aber bald erwartet werden.

Sportlich läuft es für den Aufsteiger derzeit ohnehin gut. Platz sieben in der Liga und damit sogar die Qualifikationsplätze für die europäische Fußballbühne fest im Blick. Wohl kein Buchmacher hatte mit einem derart guten Start des Vorjahres-Dritten der zweiten englischen Liga gerechnet. Dementsprechend fiel auch die Favoritenverteilung bei live sportwettten zu Saisonbeginn aus. Doch die Kicker aus dem Osten Londons belehrten die Experten eines Besseren und holten in bislang acht Spielen stolze 14 Punkte. Nach dem 4:1 gegen Co-Aufsteiger Southampton hat man sogar Arsenal überholt und liegt punktegleich mit Tottenham.

Diesmal ist es vor allem die Heimstärke, die den Hammers den guten Saisonstart bescherte: allein zehn Punkte holte man auf dem heimischen, 35.000 Zuschauer fassenden Boleyn Ground. Nun aber könnten schon übernächste Saison die Fußballnachrichten aus einem anderen Stadion von den Heimspielen der „Hammers“ berichten. Bis Ende Oktober soll eine Entscheidung fallen, ob West Ham zur Saison 2014/2015 als Hauptmieter des Olympia Parks seine Spiele dort austragen wird. Den Zuschlag hatte der Aufsteiger bereits erhalten und im Vorfeld Lokalrivalen Tottenham Hotspur im Werben um die Sportstätte ausgestochen. Die „Spurs“ wollten gemeinsam mit dem Unternehmen „AEG“ die Nachnutzung des Olympia Stadions übernehmen. Dann wurde das Stadion nach rechtlichen Problemen mit einem de-facto-Eigentumserwerb durch die Hammers neuerlich zur Miete ausgeschrieben.

Noch ist der Deal längst nicht in trockenen Tüchern, auch wenn sich eine Einigung anbahnt. Das Stadion soll noch fußball-freundlicher umgebaut werden, doch einen genauen Plan dafür gibt es bislang nicht. Der Chef der Hauptgeschäftsführer der LLDC, Dennis Hone, der Bertreiberfirma des Stadions, sagte: „Das Stadion ist schwierig. Aber es ist schwierig, weil wir es richtig machen wollen.“

Der Klub allerdings reagiert mittlerweile etwas angesäuert auf die andauernde Prozedur. Schließlich ist es mittlerweile 20 Monate her, dass West Ham in der ersten Vergaberunde als neuer Mieter ausgewählt wurde. „Wir sind enttäuscht, dass es noch immer nicht zu einer Einigung gekommen ist“, hieß es kürzlich auf der offiziellen Vereinshomepage.

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