2:2 – die umgekehrte Parallelaktion

Dem RapidHammer ist es schon des Öfteren passiert, dass seine zwei Lieblingsklubs ziemlich ähnliche Aktionen liefern. Nicht zuletzt werden beide 2016/17 in ihre neuen Heimstätten übersiedeln – Rapid in das neu gebaute Allianzstadion und West Ham in das umgebaute Olympiastadion. Und in dieser Europacup-Runde am Mittwoch und Donnerstag haben beide 2:2 remisiert, beide zu Hause und beide, nachdem ein Team schon 2:0 in Führung gelegen war. Ob’s auch für beide noch klappt mit dem Aufstieg? Nur bei Auswärtssieg oder 3:3.

Zuerst spielte am Mittwoch Rapid im Ernst-Happel-Stadion in Wien gegen Ajax Amsterdam in der CL-Qualifikation. Vor nahezu ausverkauftem Haus lag Rapid zur Pause 0:2 im Rückstand, holte aber in der zweiten Hälfte den Rückstand – trotz Ausschlusses von Schwab wegen eines schlimmen Fouls in der 59. Minute – noch auf und schaffte ein 2:2 (Tore: Kainz, Beric).

Umgekehrt leider bei West Ham United in deren Europa League-Spiel gegen den rumänischen Vertreter Astra Giurgiu: die Hammers näherten sich dem 2:2 nicht von einem Rückstand her an, sondern verschenkten eine 2:0-Führung. Man lag zur Pause 1:0 und bald nach Wiederbeginn 2:0 vorne (Tore: Valencia und Zarate). Dann wiederholte sich fast in der selben Minute wie im Happel-Stadion auch vor 35.000 im ausverkauften im Boleyn Ground der Griff des Schiedsrichters zur roten Karte: James Collins wurde in der 60. Minute ausgeschlossen, und dann kam Astra durch einen Traumschuss ins Kreuzeck und eine missglückte Abwehr von Ogbinna (ebenso unhaltbar ins Kreuzeck) zurück und fuhr mit einem 2:2 aus London nach Hause.

Diese umgekehrte Parallelaktion ist auch deshalb sehr ärgerlich, weil sich Enner Valencia verletzte und Manager Slaven Bilic an diesem schlussendlich frustrierenden Abend vom Schiri auf die Tribüne geschickt wurde. Einen Fairness-Preis wird West  Ham wohl heuer nicht bekommen – dabei hat man sich bekanntlich über die Fairplay-Wertung für die EL qualifiziert.

Besonders ärgert mich aber, dass Slaven Bilic offenbar auf den Ausschluss von Collins nicht adäquat reagiert hat.

Während SK Rapid-Coach Zoki Barisic gleich nach dem Ausschluss von Schwab unseren Kapitän Steffen Hofmann vom Platz nahm und durch den defensiveren  Grahovac ersetzte, wodurch man nicht merkte, dass da 10 gegen 11 spielen, reagierte Bilic offenbar nicht und ließ es zu, dass sein Team immer mehr unter Druck geriet. Der Mann hat Emotionen, der Mann kann begeistern – er ist aber vielleicht nicht cool genug für einen echten Spitzentrainer! Das hat er ja auch in Wien mit Kroatien bei der EM leider bewiesen (siehe meinen Artikel vom 23. Juni: “Slaven Bilic and I: our first defeat in Vienna”).

Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf: Warum nicht nächste Woche bei den Rückspielen wieder eine Parallelaktion? Beide Klubs steigen mit Auswärtssiegen doch noch in die nächste Europacup-Runde auf. Oder West Ham schafft es – wie in der 2. Runde gegen den maltesischen Klub Birkirkara (1:0; 0:1; 5:3 i.E.) im Elfmeterschießen!

Auf geht’s, Rapid, kämpfen und siegen!
Come on you Irons!!!

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