Saisonstart im Emirates

Endlich ist es soweit: der Ankick zur Premier League für West Ham erfolgt Sonntag Mittag, Pre-Season einschließlich Europa League-Qualifikation sind überstanden.

Es war ein absurder Scherz, zu dem die Hammers ihre Europa League-Kampagne machten, indem sie – als ein über die Fairplay-Wertung qualifizierter Klub –  in drei Runden drei rote Karten kassierten, und im entscheidenden Rückspiel in Rumänien nach einem 2:2 zu Hause ein unerfahrenes Team ohne die in London gebliebenen Stars ins Rennen schickten. Kein Wunder, dass man mit 1:2 aus dem von heißblütigen neuen Manager Slaven Bilic (der schon im Hinspiel auf die Tribüne geschickt worden war) offenbar nicht ernstgenommenen Bewerb Abschied nehmen musste. West Ham und Europa – das passt einfach nicht zusammen…

Nun also endlich die Premier League. Durch die absichtliche Entsendung eines “reserve teams” nach Giurgiu und das damit geradezu vorprogrammierte Ausscheiden aus dem Europacup hat sich Slaven Bilic meines Erachtes unnötig unter Druck gesetzt. Gegen den FC Arsenal, der mit Petr Cech einen echten Klasse-Spieler von Chelsea geholt hat und als Gewinner des Community Shields schon sehr gut in Form zu sein scheint, wird man wohl trotzdem verlieren. Die 100.000 Fans aber, die zu den drei Europa League-Spielen gegen unattraktive Gegner in den Boleyn Ground gekommen sind, die zahllosen Anhänger, die über Radio, Live Stream und Internet-Updates bei den Europacup-Begegnungen mtfieberten, und erst recht die einigen Tausend, die zu den Auswärtsspielen mitfuhren, fühlen sich durch Bilic’s bewusstes Antreten mit einem (zu) schwachen Team nun enttäuscht, verraten und gering geschätzt. Sie werden das aber natürlich sofort vergessen, wenn gelingt, was Bilic als Begründung für seine “team selection” ins Treffen geführt hat: dass man einen guten Start in die – Priorität habende – Premier League schaffen wolle.

Nun also gegen Arsenal: seit dem “Double” gegen die Gunners 2006/07 (West Ham schlug Arsene Wengers Team in Highbury und im Emirates) hat man in 15 Versuchen gegen Arsenal nicht mehr gewonnen und ist die letzten zehn Mal als Verlierer gegen die Nordlondoner vom Platz gegangen. Es wäre eine Riesensensation, wenn man etwas mitnehmen könnte aus diesem Spiel, aber wer weiß: letzte Saison verloren die Gunners auch ihr Auftaktmatch zu Hause gegen “Claret and Blue”. Aston Villa gewann vor einem Jahr im Emirates, und warum sollte diesmal nicht West Ham als “party crasher” die Einstandsfeier verderben und selbst einen “flying start” in die Saison 2015/16 hinlegen? Die Neuerwerbung der “Irons” von Marseille, Dimitri Payet, der Assist-König der französchen Liga, wird’s möglich machen!

Forever blowing bubbles …

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