J’en ai marre!

Finale verloren, aber Dimitri Payet im Team des Turniers

Es reicht!” Ein Monat EURO ist wahrhaftig genug. Die letzten Spiele, all diese Verlängerungen und Elferschießen, waren Schwerarbeit – nicht nur für die Spieler, auch für den Zuschauer!

“We’ve got Payet” endete in der 58. Minute

Als Dimitri Payet im Finale in der zweiten Hälfte beim Stand von 0:0 ausgewechselt wurde, meinte West Ham Chairman David Gold auf Twitter, es sei nun klar, dass Frankreich das Finale gegen Portugal verlieren werde, man tausche einen Spieler wie Dimi nicht aus! Und tatsächlich: in der Verlängerung erzielte Éder mit einem Weitschuss – ähnlich jenem, mit dem Payet beim ersten Spiel der Franzosen gegen Rumänien vor einem Monat das Siegestor erzielt hatte – den entscheidenden Treffer.

Und Portugal, bei dem der schon in der 8. Minute bei einem harten Einsteigen von Payet verletzte Cristiano Ronaldo in der Verlängerung mit bandagiertem Knie an der Outlinie wie ein (respektloser) Assistenz-Coach von Nationaltrainer Fernando Santos agierte, konnte nach den Tränen über die Auswechslung des Stars Freudentränen weinen und den Euro-Pokal in die Höhe stemmen.

Frankreich-Hands, das keines war

Entscheidend für den Siegestreffer war – neben der Auswechslung von Payet – vielleicht auch ein vermeintliches Handspiel des französischen Verteidigers Laurent Koscielny in der 106. Minute des Finales:  der englische Schiedsrichter Mark Clattenburg hatte ein Hands des Arsenal-Verteidigers knapp vor dem französischen Strafraum gesehen, das in Wahrheit der eingewechselte Portugiese Éder begangen hatte, und zeigte Koscielny dafür die gelbe Karte. Koscielny regte sich furchtbar auf, und das, wie die Zeitlupe zeigte, zurecht.

Den Freistoß jagte Raphael Guerreiro zwar nur an die Latte des französischen Tores und auch der französische Keeper Hugo Lloris wäre noch dran gewesen, aber nun schöpften die Portugiesen noch einmal Mut und mobilisierten ihre letzten Kraftreserven. Und beim nächsten Zweikampf zwischen Koscielny und Eder nur zwei Minuten später ging der wuchtige Portugiese an Koscielny vorbei, der die Chance gehabt hätte, seinen Gegner durch ein Halten am Trikot zu stoppen. Weil er aber zuvor irrtümlicherweise verwarnt worden war, schreckte er wohl davor zurück, denn ein taktisches Foul hätte wahrscheinlich die Gelb-Rote Karte und eine personelle Dezimierung für seine Mannschaft bedeutet. So ließ Koscielny Eder ziehen – und der traf mit einem fulminanten Schuss zum 1:0-Sieg aus 24 Metern (109. Minute) – ein ähnlicher Fernschuss wie jener von Payet im ersten Spiel der Franzosen gegen die Rumänen.

So schloss sich der Kreis: Portugal war Europameister, Frankreich verlor das Finale. Und 7 Jahre nach Thierry Henrys vom Schiedsrichter übersehenem Hands, das letztlich die Qualifikation der Franzosen (statt Irland) für die WM 2010 bedeutet hatte, spielte ein zu Unrecht geahndetes  Hands eine entscheidende Rolle im EURO-Finale. Im Fußball gleicht sich eben alles aus …

Payet will be back

Der im Finale nicht nur durch das Foul an Ronaldo, sondern auch wieder durch ein paar schöne Passbälle aufgefallene Payet kommt jedenfalls ohne Verletzung – nach seinem verdienten Urlaub – zu West Ham United zurück. Und Ronaldos Real Madrid wird ihn ja nach seinem Foul an deren Star-Spieler wohl kaum verpflichten…

Ob er schon beim bevorstehenden Trainingslager in der Steiermark zu den Hammers stöß, ist offen. Keinesfalls wird er den Hammers aber in die USA nachfahren, wo West Ham derzeit noch auf einer US-Tournee sind. Dort haben sie ihr erstes Vorbereitungsspiel klar mit 0:3 gegen Andreas Ivanschitz’ Seattle Sounders verloren.

Nach den USA kommen die Hammers nach Österreich

Am kommenden Mittwoch spielen sie gegen Carolina Rail Hawks, und nächste Woche kommt man dann in die Steiermark. In der pre-season tour spielt Slaven Bilic Mannschaft am 19. Juli v FC Slovacko, 18.00, in Rohrbach
am 20. Juli  Rubin Kazan, 18.00 in Krottendorf, und
am Samstag, den 23. Juli gegen den Karlsruher SC in Kapfenberg, 17:00.

Come on you Irons!

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